Am Abend des 6. Mai 2026 besuchte Prof. Dr. Piet van der Keylen von der Evangelischen Hochschule Nürnberg unsere Schule im Rahmen der Reihe „Wissenschaft macht Schule” und klärte uns über Neurodiversität auf. Ein Thema, das in den sozialen Medien stark an Aufmerksamkeit gewonnen hat, wissenschaftlich jedoch häufig verkürzt oder ungenau dargestellt wird.
Zunächst räumte der Professor mit einem häufigen Denkfehler auf: „Neurodivers” sei eine Eigenschaft von Gruppen, nicht von einzelnen Personen. Wer selbst betroffen ist, ist neurodivergent. Ein Unterschied, der im Alltag gerne ignoriert wird.
Am Beispiel von ADHS und Hochsensibilität zeigte der ehemalige Schüler des CJT-Gymnasiums anschaulich, wie komplex diese Themen wirklich sind, und schilderte Handlungsideen für den alltäglichen Umgang.
Mitgenommen haben wir vor allem eines: Neurodivergenz ist real, vielschichtig und verdient einen differenzierten Blick statt schneller Schubladen. Vor allem merkte man aber, dass wer den Raum mit kaum mehr als einem vagen Begriff im Kopf betreten hatte, ihn mit einem völlig neuen Blick auf ein Thema verließ, das viel näher an unserem Alltag liegt als ursprünglich gedacht.
Philipp Hackler, Q12
Prof. Dr. Piet van der Keylen zu Besuch am CJT-Gymnasium